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Kobudo

Viele Kobudo-Waffen verdanken ihren Ursprung eher der erfinderischen Not ihrer ersten Anwender: die Eroberung der bis dahin unabhängigen Ryukyu-Inseln mit der größten Insel Okinawa durch den japanischen Satsuma-Clan und dem darauf folgenden Verbot "echter" Waffen führte zur Improvisation der unwilligen Bewohner mit Geräten ihres täglichen Bedarfs. So wurden aus Stöcken, Sicheln, Dreschflegeln, Rudern und anderen bäuerlichen Geräten fürchterliche Waffen. Allmählich bildete sich dann aus dem bloßen Benutzen der Waffen die Kunst des Umgangs mit der Waffe heraus. Andere Waffen kamen durch europäischen Kolonialherren in den Pazifik, wo sie als Kampfformen weiterentwickelt wurden. Auch einige der traditionellen Waffen der japanischen Krieger kommen zum Einsatz.

Zum Allstyle Karate gehören 10 Waffensportarten (Kobudo). Bei den meisten Waffen kann ein komplettes Ausbildungsprogramm durchlaufen und dieses mit Kyu- und Danprüfungen bzw. einer Trainer-Lizenz abgeschlossen werden. Es werden ebenfalls Seminare vom Deutschen Asien Kampfsport-Verband angeboten und abgehalten.
Bei uns in Lörrach werden 5 Waffenarten automatisch im Training angeboten:
Arnis, Bo, Tonfa, Hanbo und Messer.

Für die anderen drei Waffen (Sai, Kama, Schwert), können jederzeit Lehrgänge oder Seminare besucht werden.
Leider wurden zwei weitere, jahrhundertealte und sehr traditionelle Waffen (Shuriken und Nunchaku) vom Gesetzgeber zu verbotenen Gegenständen erklärt. Grund ist der Missbrauch durch kriminelle Randgruppen. Wie so oft müssen die seriösen Kampfsportenthusiasten unter diesen Auswüchsen leiden. Diese Waffen können deshalb nicht mehr angeboten werden.
Für alle unten aufgeführten Waffen können Selbstverteidigungstechniken, Schrittkampf, Formen u.v.m erlernt werden.